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Bildcollage mit verschieden Polaroidbildern

Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus

SzenenbildOder: Wenn ich der Gott bin, der dich befreit hat, wirst du den anderern nicht um seinen Besitz beneiden.

Zwei Worte sind im hebräischen Text wichtig, die wir so übersetzen: „Du begehrst nicht!“ Kein eigentlicher Befehl. Eher so wie man klar und bestimmt zu einem anderen sagt: "Das tust du nicht." Im neunten und zehnten Gebot schließt sich ein großer Bogen vom ersten bis zum letzten Gebot. Was mit der Verehrung des einen Gottes begann, wird hier in seinen Konsequenzen bedacht.
In diesem Gebot geht es um Gefühle, die wir alle kennen und ungern Dritten gegenüber zugeben: Neid. Und dieser Neid packt uns manchmal mehr als uns lieb ist. Zum Beispiel, wenn einer aus der Klasse eine bessere Note im Zeugnis bekommt bei gleicher Leistung, nur weil er sich besser darstellen kann.
Und Neid ist ein bohrendes, ätzendes Gefühl. Ihn zuzugeben offenbart - vermeintlich - meine Schwäche. Solange ich dieses Gefühl klein halten will, dieses riesige und starke Gefühl, macht es mich klein. Wenn ich es annehmen kann als einen Teil von mir, gewinne ich Abstand. Und ich kann mit ihm verhandeln: Was willst du mir sagen über mich selbst? Was istSzenenbild es, was mich so unzufrieden macht? Und schon mit dieser Frage ändert sich die Blickrichtung. Denn der Neid lebt und erhält sich vom ständigen Vergleichen, vom Blick auf die anderen. Höre ich aber auf, zu vergleichen, wird dem Neid der Nährboden entzogen.
Und dennoch wird dieses Gefühl immer wieder auftauchen. Das Gefühl zuzulassen und ihm einen Namen zu geben, entzieht ihm aber zunehmend seine Bedrohlichkeit.

  • Auf wenn bist du neidisch?
  • Was sind deine größten unerfüllbaren Wünsche?
  • Was empfindest du, wenn du neidisch bist?


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