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Bildcollage mit verschieden Polaroidbildern

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten

Oder: Wenn ich der Gott bin, der dich befreit hat, dann kommt es für dich nicht in Frage, die Unwahrheit zu sagen.

SzenenfotoUrsprünglich geht es in diesem Gebot um die Falschaussage und die Falschanklage vor Gericht. Es kam damals wohl nicht selten vor, dass Gerichtsprozesse durch falsche Zeugenaussagen gewonnen wurden. Zwei falsche Zeugen konnten damals die Todesstrafe herbeiführen. Ein berühmter Fall in der Bibel ist der Rechtstreit um Nabots Weinberg: König Ahab erkauft sich zwei Zeugenaussagen, um so mit Erfolg an den Weinberg von Nabot zu kommen. (1. Könige 21) Das achte Gebot verbietet demnach, einen anderen Menschen durch Falschaussagen um sein Leben, um sein Eigentum oder um seine Freiheit zu bringen. Lügen zum Schaden des Nächsten wird hier verurteilt.
Lüge oder Wahrheit bezieht sich immer auf den Mitmenschen, meinen Nächsten. Denn: auch die Wahrheit, im falschen Moment gesagt, kann meinem Mitmenschen Schaden zufügen! Manche Dinge sollten besser ungesagt bleiben! Hier kann man eine Brücke zum zweiten Gebot schlagen, in dem es auch um Worte geht, die Schaden anrichten können. Keiner will verletzt werden. Warum geschieht es aber trotzdem jeden Tag aufs Neue?

Bei diesen Sätzen fallen einem die Massenmedien ein: Gerichtssendungen, Talkshows, Boulevardmagazine etc. Viele dieser Worte und Bilder (und ein Bild sagt mehr als tausend Worte) erscheinen auf der Grundlage dieses achten Gebotes fragwürdig. Aber: Menschen wollen es sehen und hören. Es steckt wohl eine Lust darin, etwas über andere Menschen zu erfahren. Vor allem über die bekannten Menschen, die Reichen und Erfolgreichen, über Stars, Sternchen und Prominente. Vielleicht haben wir durch den Klatsch und den Tratsch das Gefühl, dass wir doch alle gleich sind?
Szenenfoto
In diesem achten Gebot steckt eine große Verantwortung für unsere Rede. Nur wir sind verantwortlich für das was wir sagen, niemand anders! Weil wir verantwortlich sind, sollten wir auf die Worte, die wir denken und sagen, achten. Aber warum tun wir das dann so oft nicht? Warum wird soviel gedankenlos dahergeplappert zum eigenen Schaden und zum Schaden anderer Menschen? Welche Gründe rechtfertigen Unwahrheiten oder Wahrheiten? Gott hat uns durch seine Liebe und Annahme befreit, uns selbst schön zu reden, besser sein zu müssen, als wir sind. Wir können uns selbst gegenüber ehrlich sein.
Welche Gründe bleiben dann noch, anderen durch Worte oder Bilder Schaden zuzufügen?

  • Fällt dir etwas ein, wo du gelogen hast?
  • Gibt es Lügen, die verzeihlich wären?
  • Wurdest du schon mal durch Wahrheit verletzt?
  • Hast du schon mal aus Liebe gelogen?


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