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Bildcollage mit verschieden Polaroidbildern

Du sollst nicht ehebrechen

Oder: Wenn ich der Gott bin, der dich befreit hat, dann brauchst du keine Ehe zu brechen.

SzenenfotoReicht es heute nur von der "Ehe" zu sprechen? Das Gebot will vielmehr das Liebesverhältnis zweier Menschen schützen. Dabei hat das sechste Gebot ursprünglich den Schutz der Frau und der unehelichen Kinder im Blick, die durch einen Ehebruch entstehen könnten.

Beziehungen dauerhaft zu führen ist auch heute keine einfache Sache. Man kann das ohne Mühe an den Scheidungsstatistiken ablesen. Fehler sind schnell gemacht. Und es müssen nicht immer die so genannten "Seitensprünge" sein, die eine Beziehung zum Scheitern bringen können.
Das sechste Gebot weißt uns darauf hin, dass solche "Beziehungsschwierigkeiten"  den Menschen wohl schon immer bekannt waren.
Beziehungen sind also gefährdet und müssen besonders geschützt werden. Das sechste Gebot beschreitet einen besonderen Weg: Wenn Gott und sein Befreiungshandeln die Grundlage für mein Leben bilden, dann ist alles, was den Mitmenschen Schaden zufügen kann, für mich kein Thema. Die Ich-Sucht, die auch beim fünften Gebot angesprochen wurde, bildet eine grundsätzliche Gefahr für das menschliche Zusammenleben. Wo der Nächste und die Schöpfung aus dem Blick geraten und es nur um mein Ego geht, fehlt die Verbundenheit mit dem Befreiergott. Es fehlt die "Ehrfurcht vor den Mitlebenden". Damit habe ich mir einen neuen Gott geschaffen: das ICH. Dem ICH ist nichts heilig, was der Befriedigung von Bedürfnissen im Wege steht.

SzenenfotoIm sechsten Gebot liegt die gute Möglichkeit der Vergebung. Ich brauche keine Beziehung zerstören, weil ich weiß, dass der Befreiergott mir meine Schuld vergibt und mich so liebt wie ich bin - ohne Bedingungen. Diese Liebe ermöglicht mir ein eigenes Schuldeingeständnis und eine Veränderung meines falschen Verhaltens. Wenn beide Partner auf dieser Grundlage miteinander umgehen, könnte es auf der Basis des  Eingeständnisses der eigenen Schuld ein Verzeihen und damit auch einen Neuanfang geben.
Nebenbei bemerkt ist es kein Versagen des Menschen, wenn er ohne Partner oder Partnerin bleibt oder ist. Nach den zehn Geboten liegt die Basis für ein gelingendes Miteinander der Menschen in der Beziehung zu Gott. Allein diese Beziehung verleiht dem Leben zuerst Sinn.

  • Muss ein Mensch verheiratet sein, um glücklich zu werden? Oder in einer Partnerschaft leben?
  •  Was braucht ein Mensch, um zufrieden und glücklich zu sein?


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