zur Navigation Inhalt
Anzeige wechseln
Zur Startseite
Zum Trailer
 
Sie befinden sich auf Was bedeutet das Gebot?
 
Bildcollage mit verschieden Polaroidbildern

Du sollst nicht töten

Oder: Wenn ich der Gott bin, der dich befreit hat, dann wirst du nicht aus Selbstsucht heraus anderen Lebewesen das Leben nehmen.

SzenenbildEin heikles Gebot und ein wichtiges Gebot, um dessen Bedeutung immer wieder neu nachgedacht werden muss. Das gilt übrigens für alle Gebote: jeder Mensch wird sich über die Umsetzung der Gebote Gedanken machen, wenn sie ihm etwas bedeuten.
Der Ursprung des fünften Gebotes: Im Mittelpunkt steht der Schutz des einzelnen Lebens und damit der Schutz der menschlichen Gesellschaft, der Sippe. Verhindert werden sollte das Töten aus Berechnung, aus Habsucht oder Rache. Das Gebot meint also nicht das Töten im Krieg, das Schlachten von Tieren oder die Todesstrafe.
Aber, wenn wir das Gebot heute und in Zukunft wirklich ernst nehmen wollen, müssen wir auch über die Todesstrafe, den Krieg, Massenvernichtungswaffen, biologische Kriegsführung, Massenschlachtungen von Tieren, usw. nachdenken. Jedes Tun des Menschen muss sich anhand der Gebote messen und beurteilen lassen. Es gibt keinen rechtsfreien Raum vor Gott.

Und hier beginnt das Problem! Wie stehen wir zu diesen heiklen Themen? Gibt es dafür eine verbindliche Formulierung oder kann nun jeder machen was er denkt?
Die zweite Formulierung des Gebotes kann da helfen: "Überall wo aus Selbstsucht getötet wird, geschieht etwas Falsches".
Was ist Selbstsucht? Man kann es auch übersetzen mit Egoismus, Egotrip, Gewinnsucht, Ichsucht, Selbstbesessenheit, Selbstherrlichkeit, Selbstverliebtheit, Selbstvergötterung.

SzenenbildLetztendlich steht immer die Vergötterung des Selbst, des ICH, hinter dem negativem Handeln, das mit dem fünften Gebot gemeint ist. Erinnern wir uns an die anderen Gebote. Wir sind nur frei, wenn wir auf der Grundlage des ersten Gebotes leben. Geht es in unserem Denken und Tun nur um uns (um das ICH), leben wir an uns und einer menschlichen Gemeinschaft vorbei. Ein Resultat dessen ist die Schädigung und das Töten von Mitmenschen. Nicht nur: das Schädigen und Töten bezieht dann alle Lebewesen auf diesem Planeten mit ein.
Zum Nachdenken kann  folgender Satz dienen: Wenn wir Gott als den Befreiergott anerkennen, geht es uns zuerst immer darum, Leben (egal welcher Art) zu erhalten.
Leben zu erhalten ist ein Ersatzwort für Frieden. Und das kann man wie folgt übersetzen: Vergleich, Ausgleich, Entspannung, Entwarnung, Kompromiss, Gewaltverzicht, Verständigung, Versöhnung, Harmonie, Gewaltlosigkeit, defensiv, unblutig, ohne Kampf.

  • Was meinst du, wenn du sagst: „Du sollst nicht töten“?
  • Was würdest du meinen, wenn du sagst: „Ich will nicht töten!“
  • Welches Töten ist von dir gemeint und welches nicht?
  • Welches Töten muss auf jeden Fall mit diesem Gebot verboten werden?

 



Ende des Inhalts. Um zur Navigation zu springen drücken Sie