
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat
Dieses Gebot zielt auf die Begehrlichkeit als eine von zwei Wurzeln des sozialen Verbrechens (die andere ist die strukturelle Macht). Es geht um den Affekt des Wünschens und Wollens. So verlangt das zehnte Gebot nicht nur legales, sondern auch sittliches Verhalten. 
Es steht damit im Kontrast zu einer Gesellschaft, die zur Begehrlichkeit aufruft – und das nicht nur im Bereich des Konsums. Dabei spielen die Massenmedien im Blick auf die Vermittlung dieser Begehrlichkeiten eine große Rolle. Von daher fordert dieses Gebot geradezu zur persönlichen Auseinandersetzung heraus.

