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Du sollst den Feiertag heiligen

SzenenbildLuther übersetzte hier den "Sabbattag" ("schabbat" = aufhören, ruhen) mit "Feiertag" und löste das Gebot aus seinem historischen Kontext.
Ursprünglich erinnert es an die Sklavenzeit des Volkes Israel in Ägypten. Es spricht sowohl die Beziehung zu Gott, als auch die Beziehung zu den Mitmenschen an. Einerseits soll am Feiertag an die Ehre Gottes gedacht werden, andererseits aber sollen sich die Menschen selbst schonen. Dabei sollen Knecht, Magd, selbst das Vieh geschont werden und nicht arbeiten. Der Feiertag ist dazu da, um sich über den Sinn des Lebens Gedanken machen zu können. Er will helfen, sich wieder an das erste Gebot zu erinnern: Wo bin ich frei und wo unfrei? Am Feiertag kann man Zusammenhänge erkennen und verstehen. Menschen können die Freiheit am Feiertag nutzen, um zu erkennen, was der Mensch mit seinem Leben eigentlich will.  Wohin gehen wir mit unserem endlichen Dasein? Nicht nur unser Körper, auch unsere Seele und unser Verstand brauchen diese Zeiten der Ruhe.

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Das Sabbat-Gebot ist innerhalb des Dekalogs eines von zwei positiv formulierten und das mit der ausführlichsten Sinnangabe versehene Gebot. Es sichert den Ruhe- und Feiertag und stellt damit einen eigenen Lebensrhythmus 6 plus 1 her.

 



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