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Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

SzenenfotoIn der hebräischen Bibel stand ursprünglich "Ich bin JHWE, dein Gott." Im Unterschied stellte Gott sich mit Namen vor, übersetzt lautet der Satz dann: "Ich bin, der ich bin" oder "Ich werde sein, der ich sein werde" und zugleich "Ich bin bei Euch". Der Zusatz "Ich bin JHWH, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland aus der Knechtschaft geführt habt" erinnert an die Befreiung des israelitischen Volkes aus Ägypten. Insofern wird mit dem ersten Gebot auch an einen befreienden und nicht einen "kommandierenden" Gott angeknüpft. Thematisiert wird damit alles, was den Menschen in selbstverschuldete oder aufgezwungene Abhängigkeit hineinführt.

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Das erste Gebot (Ex 20,3)  bestreitet nicht die Existenz anderer Götter. Wohl aber verbietet das sehr allgemein formulierte und also umfassend gemeinte Dekalog-Wort jede kultische oder private Verehrung anderer Götter.

Auch heute noch gibt es eine Reihe anderer Götter, die Menschen mit Hingabe verehren. Deshalb ist das Gebot immer noch aktuell: Nachdem ich mich dir gezeigt habe, wäre es ziemlich dumm von dir, wenn du neben mir noch andere Götter verehrst. Andere Götter sind z. B. Geld, Schönheit, Karrieren etc.  Was verlangen diese Götter von uns? Versklaven sie nicht viele Menschen und führen sie in eine Abhängigkeit bzw. neue Form der Sklaverei?

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