
Ein Drehbuch (englisch screenplay oder script) ist die erzählerische Grundlage für die Produktion eines Films. Es wird von einem Drehbuchautor geschrieben, in geringer Auflage vervielfältigt und an die verschiedenen, an der Produktion beteiligten MitarbeiterInnen des Stabs weitergegeben. Welche Informationen es genau enthält ist von der persönlichen Bildsprache seines Autors abhängig. Ein "Industriestandard" bildet den allgemeinen Konsens über seine Form und definiert somit den künstlerischen Verantwortungsbereich des Autors. Die Elemente dieser Form bestehen aus:
- Schauplatz und Tageszeit
- Namen der Figuren, deren Alter und besondere körperliche Merkmale
- Physische Handlungen/Abläufe
- Dialoge
- Rhetorische Umschreibungen erzählerisch-relevanter Informationen für die Umsetzung durch andere Medien (Musik, Perspektive, Schauspielführung etc.).
Weil das Drehbuch der letzte schriftstellerische Arbeitsschritt vor der eigentlichen Filmarbeit ist, kann aus einem guten Drehbuch zwar ein schlechter Film werden; aus einem schlechten Drehbuch aber niemals ein guter Film. Der Grund dafür liegt darin, dass das Drehbuch den Film wesentlich bestimmt und definiert.
Plot, Storyline und Charaktere wurden in der Regel zuvor in einem ersten Treatment festgehalten. Aus dem Treatment wird dann von einem Drehbuchautor (bisweilen vom Regisseur des Films, durchaus aber auch von Autorenteams (bes. bei Fernsehserien) das Drehbuch erstellt. Dieses wird in der Regel im Laufe der Produktion weiterhin verändert und umgeschrieben. So können Änderungen beispielsweise durch Probleme mit dem Budget, durch Vorschläge der Darsteller, durch Änderungswünsche der Produzenten und vieles mehr zustande kommen.

